Churches Without Saints - BLACK Vinyl

DESASTER
Art. Nr.:
67476
Release: 04.06.2021
17,99 €
inkl. Steuern, exkl. Versandkosten
Nicht lieferbar

Artikelinformationen

Weitere Informationen
Band DESASTER
VÖ Datum 04.06.2021
Genre Black Metal, Extreme Metal, Thrash Metal
Farbe Schwarz
Verpackung tba
Anzahl 1

Beschreibung

Die Deutschen Desaster drehen schon seit 1989 ihr ganz eigenes, gottloses Extrem-Metal-Ding und melden sich 2021 mit ihrem vielleicht bislang mächtigsten Album zurück: Churches Without Saints ist nichts weniger als überragend und „typisch Desaster – eine Mischung aus Black, Death und Thrash Metal der alten Schule mit einer Menge Aggression, aber auch viel Atmosphäre und epischen Melodien“, wie Gitarrist und Mitbegründer Infernal begeistert erklärt. Unter der schlichten Vorgabe, eine Platte voller „halsbrecherischer Songs“ herauszuhauen, hat sich das Quartett abermals um die Führungsposition auf seinem angestammten Feld verdient gemacht und bietet sowohl eingefleischten als auch neuen Fans reichlich Futter für die Lauscher.

Desasters Anhängerschaft musste sich nach dem letzten Longplayer The Oath Of An Iron Ritual fünf Jahre lang gedulden, doch das Warten hat sich absolut gelohnt. „Anscheinend haben wir einen Veröffentlichungsrhythmus von vier, fünf Jahren gefunden, wobei ich aber nicht sagen würde, dass das an mangelnder Kreativität liegt, sondern unseren Pflichten außerhalb der Band geschuldet ist, die mit der Zeit zugenommen haben. Wenn wir aber dazu kommen, die Köpfe zusammenzustecken, liegt immer jene Magie der Luft, die wir zum Schreiben starker Songs brauchen.“ Wegen der langen Pause fühlte sich die Gruppe nicht unter Druck gesetzt, als sie die neue Scheibe in Angriff nahm. „Das ist noch nie passiert, zumal es unsere Kreativität und Freude an der Musik kaputtmachen würde. Wenn wir uns treffen, haben wir gerne Spaß und feiern die Musik, das ist nichts Geschäftsmäßiges für uns. Wir genießen es, neue Songs zu schreiben, und beginnen einfach mit der Arbeit an einem Album, sobald wir denken, es sei an der Zeit.“ Während des anderthalbjährigen Schaffensprozesses ging die Band nie nach irgendwelchen Schemata oder Mustern vor, sondern ließ alles natürlich geschehen. „All unsere Gefühle fließen schlicht durch unsere Hände in die Instrumente und werden zu Songs, fertig.“ Obwohl das Songwriting bei ihnen vergleichsweise mühelos verläuft, verwerfen die Mitglieder alles, was in ihren kollektiven acht Ohren nicht gut klingt, und lassen es sich miteinander gutgehen, wenn sie zusammen sind. „Ich freue mich immer, die anderen Säcke zu treffen, ein paar Bier zu zischen, alten Kram zum Aufwärmen zu zocken und dann mit neuem Scheiß anzufangen, das geht Schritt für Schritt.“ Und was die besagten Ohren betrifft, ist diesmal ein neues Paar mit dabei, denn Hont hat Tormentor hinterm Schlagzeug abgelöst und eine erfrischend andere Herangehensweise mitgebracht. „Er ist sehr versiert und kann echt alles spielen. Wohingegen wir früher vieles nach dem Versuchsprinzip komponierten, indem wir unterschiedliche Rhythmen ausprobierten, geht es heute deutlich effizienter zu. Hont weiß sofort, welcher Groove zu welchen Riffs passt. Er hat unsere Musik gründlich verinnerlicht und erkennt, was am besten funktioniert, kopiert aber nicht etwa Tormentors Stil, sondern bringt seine eigene, raffinierte Spielweise ein, also auch neue Rhythmen und Figuren. Das verleiht den Songs logischerweise einen unverbrauchten Hauch.“

Die Idee für den Titel Churches Without Saints stammt von Infernal und Bassist Odin, doch erst Frontmann Sataniac füllte sie mit Leben. „Ich begann mit wenigen Worten über religiöse Heuchelei. Wir spielten das Titelstück mehrmals im Proberaum durch, woraufhin mir der Text wie von selbst zugefallen ist. Wir lassen uns immer noch von diesen alten Märchen blenden und leiden darunter. Selbst nach Jahrtausenden glauben wir noch, unsere Seelen müssten vor dem Tod gerettet werden oder so was in der Art, doch das ist nicht nötig; das Leben geht einfach ohne dich weiter.“ Ausgehend davon entstanden ausgesprochen tiefgründige, philosophische Lyrics, die sich mit Fragen des Lebens und Todes auseinandersetzen, ja sogar darüber hinausreichen. In ‚Learn To Love The Void‘ beispielsweise wird behauptet: „Falls du dich immer noch bemühst, in den Himmel und bloß nicht in die Hölle zu kommen, wäre es einfacher, deinen Seelenfrieden im ewigen Nichts zu suchen. Dort herrscht Stille, und du musst weder jemandem dienen noch beten, um sie zu erfahren. Bitte versucht, die Leere lieben zu lernen. Für mich ist die Erinnerung daran, dass alles vorbeigeht, immer ziemlich beruhigend.“ Das abstraktere ‚Armed Architects of Annihilation‘ setzt sich mit unserer ständigen Ungewissheit über die Frage auseinander, was das Leben tatsächlich ist; Sataniac schließt nicht aus, unser Verstand sei „schlichtweg ein Fehler der Evolution.“

TRACKLIST

1 The grace of sin (intro)
2 Learn to love the void
3 Failing trinity
4 Exile is imminent
5 Churches without saints
6 Hellputa
7 Sadistic salvation
8 Armed architects of annihilation (in clarity for total death)
9 Prinordial obscurity
10 Endless awakening
11 Aus Asche (outro)

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